reflections

ICH:
Ich rate zu 100% von EF ab!

Angeblich bekommt man jeden Monat ein "Monthly Mailing". Dies war bei uns nicht der Fall. Als wir uns beschwerten, versicherte man uns, dass die fehlenden Mailings geschickt werden. Das geschah nicht. Etwa drei Wochen spätere erhielten wir ein Mailing gleich in dreifacher Ausführung.

Die Informationen für das Visum etc. treffen erst sehr spät ein, sodass man sich nicht mal zwischen zwei vom Konsulat vorgeschlagenen Terminen entscheiden kann. Die Erklärungen zum Ausfüllen dieser bedürfen ebenfalls Extra-Anrufen bei EF, um geklärt zu werden. Dabei kann man noch erwähnen, dass die Lady am anderen Ende der Leitung nicht gerade freundlich oder entgegenkommend war. Das Büro zu einem Zeitpunkt zu erreichen, an dem sie endlich mal geöffnet hatten, war ebenfalls ein ziemlicher Akt.

Bis zum ungefähr zehnten August tat sich gar nichts. Die ersten Austauschschüler waren schon weg. Das einzige, was EF schickte, war ein absolut unnötiges Schreiben von wegen, "Es tut uns leid, dass du noch keine Gastfamilie hast. Habe noch ein wenig Geduld. Vielen Dank". Reine Papierverschwendung. Dann erreichte uns eine Kurzinfo über die Gastfamilie, in die mein Bruder kommen sollte. Die erste Gastfamilie meines Bruders war die wohl merkwürdigste Aktion, die ich je erlebt habe. Mein Bruder hat ihnen geschrieben, bekam aber keine Antwort. Plötzlich bekam mein Vater eine E-Mail, mit den neuen Daten für eine andere Gastfamilie. Diese Sache spielte sich über den Zeitraum von einer Woche ab.

Nun sollte mein Bruder letzten Donnerstag in die USA fliegen. Allerdings wäre es dazu fast nicht gekommen. Überpünktlich steht er am Flughafen und diese Idioten haben den Platz im Flugzeug zwar reserviert, aber nicht gekauft. Zwangsläufig war für meinen Bruder nun kein Platz mehr im Flugzeug. Der erste "Vorschlag" von EF war, dass mein Bruder sich wieder nach Hause begeben soll. Meine Mutter machte allerdings so einen Aufstand, dass schon einige Leute irritiert guckten. Dann bekam sie endlich die Telefonnummer von Berlin. Dort wurde ihr erst gesagt, dass es nun zu spät ist und mein Bruder eben Pech gehabt hat. Meine Mutter rastete endgültig aus und telefonierte sich bis zum Chef durch. Es dauerte noch eine Weile und auf einmal ging es doch. Nur das mein Bruder nun einen unbegleiteten Flug von Düsseldorf nach Paris, von Paris nach Denver und schließlich von Denver nach Port Lavaca hatte. Er flog also allein. Nun denkt man wenigstens, dass die Organisation sich darum kümmert, dass die Gastfamilie von den Flugänderungen erfährt. Nichts da! Die Gastfamilie war vollkommen ahnungslos und hatte auch nachdem mein Bruder angekommen war keinerlei Informationen bekommen. Glücklicherweise erwischte meine Mutter den Gastvater noch rechtzeitig, sodass dieser zum richtigen Terminal und Gate ging, um meinen Bruder abzuholen. Mit anderen Worten: mein Bruder hätte alleine in den USA in diesem Flughafen gestanden und niemand wäre da gewesen.

Alles in allem gebe ich EF also in jeder Kategorie, außer vielleicht "Wie bringe ich andere auf die Palme?", eine glatte Sechs. Eine absolut unfähige Organisation!



WIEBKE
Hallo Jennifer,
Ich kann verstehen, dass du und deine Familie aufgebracht sind. Ich hatte zunächst ähnliche Erfahrungen mit EF, arbeite jetzt aber sogar ehrenamtlich als Betreuer für sie. Lass mich kurz versuchen, einige Dinge zu erklären.

Du sagst:
Zitat:
Die Informationen für das Visum etc. treffen erst sehr spät ein, sodass man sich nicht mal zwischen zwei vom Konsulat vorgeschlagenen Terminen entscheiden kann.
Das war bei mir damals nicht anders. Bzw. Meistens bestimmt das Konsulat sogar den Termin, ohne das man eine Wahl hat. Das liegt aber in den Händen des Konsulats, nicht in den Händen der Organisation. Ich denke, das wird auch bei allen Organisationen ähnlich sein. Wann hattet ihr die Visumsunterlagen? Ich für meinen Teil habe sie Ende Mai erhalten - mitte Juli gings für mich los. Den Termin hatte ich um den 20. Juni.
Jetzt ist natürlich die Frage, warum die Visumsunterlagen erst so spät kommen. Soweit ich weiß, hängt das damit zusammen, dass eine Passage der Unterlagen nach dem Aufenthaltsort in den USA fragt. Und da möchte man sicher gehen, dass möglichst viele Schüler zu dem Zeitpunkt eine Familie haben - und nicht die Adresse des Büros angeben müssen. Die Visumsunterlagen werden meines Wissens auch relativ "zentral" versand - also an alle gleichzeitig.

Dass dein Bruder erst so spät eine Gastfamilie erhalten hat, ist schade. Ich war selbst im letzten Jahr in den USA, um nach Gastfamilien zu suchen. Und weiß daher, wie schwer es sein kann. Das hat mehrere Gründe, die auf dem Vorbereitungstreffen normalerweise auch besprochen werden:

* viele Gastfamilien sind "Serientäter", d.h. nehmen jedes Jahr aufs neue Schüler auf, und möchten sich erst für einen neuen Schüler entscheiden, wenn der aus dem letzten Jahr abgereist ist
* keine Gastfamilie wird bezahlt, und manche denken erst lange darüber nach, ob man ein weiteres Familienmitglied finanzieren kann
* Alle Gastfamilien werden sorgfältig überprüft - z.B. auf Straftaten in der Vergangenheit, aber sogar Ordnungswidrigkeiten (wie Falschparken) müssen per Gesetz gecheckt werden und die Erziehungsberechtigten benachrichtigt, wenn etwas gefunden wird
* die amerikanische Kultur ist viel "flexibler" als die europäische: viele Gastfamilien ziehen spontan im Sommer um, oder müssen sich einen neuen Arbeitsplatz suchen, weil es keinen Kündigungsschutz in den USA gibt
* Manchmal kommen auch schwierigkeiten auf, nachdem die "Erklärung über die Aufnahme eines Schülers" unterschrieben wurde. - Ein Elternteil stirbt, wird arbeitslos, die Oma hatte einen Schlaganfall und braucht fortan intensive Betreuung - es ist keine Zeit mehr für einen ATS übrig.
* und selbst wenn man eine Gastfamilie gefunden hat, kann es immer noch sein, dass die örtliche Schule keine Gastschüler aufnimmt - die Suche beginnt von neuem

Und, was auch noch da rein spielt: du sagtest, dein Bruder hat erst eine Familie erhalten und dann einige Tage/Wochen später eine andere. Was neben den o.g. Dingen noch sein kann, ist, dass es eine "Willlkommensfamilie" gab, die deinen Bruder für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 4 Wochen) aufnehmen wollte, bis die entgültige Familie gefunden ist. Und dann hat sich doch schon die endgültige Familie gefunden - die Willkommensfamilie wurde nicht mehr gebraucht. Oder, Oder, Oder..... Hat die Schule deines Bruders in den USA denn schon begonnen? Lange Sommerferien sind nämlich üblich - und oft beginnt die Schule erst im September wieder. Und die meisten Austauschschüler fliegen passend zum Schulbeginn in die USA und nicht viel früher.

Dass EF die Gastfamilie nicht informiert hat, als das Flugproblem auftrat, ist blöd. Ich vermute, es ist folgendes falsch gelaufen: es gibt bei EF eine Vorschrift, dass kein deutsches Büro direkt mit einer Gastfamilie im Ausland in Kontakt tritt, sondern, dass immer die Kommunikationskette eingehalten werden muss. (Auch das wurde auf dem Vorbereitungsseminar erklärt.) Hatte also das US-Office geschlossen, als das mit dem Flug passiert ist, hatte Ef keine Wahl und musste warten. Und es wird ohnehin vorgeschlagen, dass der ATS bei Flugproblemen zusätzlich seine Gastfamilie informiert, damit die Bescheid weiß (eben aus dem guten Grund, dass das Büro nicht rund um die Uhr geöffnet ist.) - Und das hätte dein Bruder auch vermutlich schaffen können, denn er ist ja mehrmals umgestiegen. Dass der Flug unbegleitet war, ist meiner Meinung nach daher gekommen, dass deine Mutter darum gebeten hat, dass dein Bruder noch am gleichen Tag fliegt. Im Flieger mit den anderen ATS war kein Platz mehr, und am nächsten Tag mit den nächsten ATS wollte / sollte er nicht fliegen. Ich bin aber sicher, dass es deinem Bruder gut geht, und er den Flug auch alleine gemeistert hat, zumal er auch ein Jahr allein im Ausland verbringt.

Zu guter letzt, weil ich es bisher vergessen habe: das mit den Monthly Mailings ist bei mir ähnlich gelaufen. Ich habe mein USA-Jahr wunderbar überstanden und mich dort super zurecht gefunden. Übrigens: die gibt es normaler weise auch noch per Email und in dem Online-Account, den dein Bruder erhalten hat.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem etwas lang geratenen Beitrag einiges Erklären und dir helfen.

Falls du noch fragen oder anmerkungen hast, immer her damit. Und wenn dein Bruder oder ihr als Familie mal Kummer und Sorgen habt, könnt ihr mir auch gern mailen, ich versuch euch zu helfen.

Liebe Grüße und deinem Bruder noch ein tolles Austauschjahr! Ist er direkt in Port Lavaca oder nur dort in der Nähe? Ist so direkt am Wasser sicherlich toll!


ICH
Mir ist dies alles nicht unbekannt, war ich doch selber einmal Austauschschülerin. Bei mir lief auch nicht alles glatt; das ist wohl in den wenigsten Fällen so.

"es gibt bei EF eine Vorschrift, dass kein deutsches Büro direkt mit einer Gastfamilie im Ausland in Kontakt tritt, sondern, dass immer die Kommunikationskette eingehalten werden muss. (Auch das wurde auf dem Vorbereitungsseminar erklärt.)"
-> Autsch. Vielleicht sollte man gewisse Vorschriften mal überdenken! Äußerst bürokratisch! Vermutlich hast du keinen Einfluss darauf, aber "Hallo?", wir leben im 21. Jh., wo es nun wirklich eine Ausnahmereglung für Fälle wie diesen geben MUSS! Was wäre wohl passiert, wenn der Gastvater just an diesem Morgen mal beschlossen hätte, seine E-Mails nicht abzurufen??? So selbstständig eine Person auch sein mag, woher soll sie wissen, dass die Familie nicht Bescheid weiß? Ich bleibe also bei dem größten Minuspunkt, den ich mir vorstellen kann.

"Meistens bestimmt das Konsulat sogar den Termin, ohne das man eine Wahl hat. Das liegt aber in den Händen des Konsulats, nicht in den Händen der Organisation. Ich denke, das wird auch bei allen Organisationen ähnlich sein. Wann hattet ihr die Visumsunterlagen?"
-> Irgendwann im Juni, wenn ich mich nicht irre. Ich persönlich hatte meine Unterlagen schon etwa drei Monate vorher! Aufgrund des großen Zeitraums konnte ich mich dann auch zwischen den Terminen entscheiden. Klingt logisch, oder?! Ob dort nun die Adresse der Gastfamilie steht, oder die der Organisation ist doch vollkommen egal! Die Begründung, dass man "lieber" dich richtige Adresse da stehen hat, ist meiner Meinung nach sehr dürftig! Folglich kann man den ganzen Kram auch schon vorher versenden!

"Was neben den o.g. Dingen noch sein kann, ist, dass es eine "Willlkommensfamilie" gab, die deinen Bruder für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 4 Wochen) aufnehmen wollte, bis die entgültige Familie gefunden ist. Und dann hat sich doch schon die endgültige Familie gefunden - die Willkommensfamilie wurde nicht mehr gebraucht."
-> Netter Versuch, aber mein Bruder ist von einer Welcome-Family zur nächsten verfrachtet worden...sowas gehört sich nicht! Schon mal daran gedacht, wie sich der Austauschschüler bei sowas fühlt?

"Dass der Flug unbegleitet war, ist meiner Meinung nach daher gekommen, dass deine Mutter darum gebeten hat, dass dein Bruder noch am gleichen Tag fliegt. Im Flieger mit den anderen ATS war kein Platz mehr, und am nächsten Tag mit den nächsten ATS wollte / sollte er nicht fliegen."
-> Der Haken ist einfach, egal welcher Flughafen es gewesen wäre, es ist eine recht weite Strecke. Hierbei muss man erwähnen, dass EF nicht einmal vorhatte, die Extra-Fahrkosten zu bezahlen! Etwas derartiges hat einfach nicht zu passieren! Es gibt kein Aber und auch keine Entschuldigung oder Milde!

"Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem etwas lang geratenen Beitrag einiges Erklären und dir helfen.
Falls du noch fragen oder anmerkungen hast, immer her damit. Und wenn dein Bruder oder ihr als Familie mal Kummer und Sorgen habt, könnt ihr mir auch gern mailen, ich versuch euch zu helfen.
Liebe Grüße und deinem Bruder noch ein tolles Austauschjahr! Ist er direkt in Port Lavaca oder nur dort in der Nähe? Ist so direkt am Wasser sicherlich toll!"
->Vielen Dank für die Erklärungsversuche und die angebotene Hilfe. Ja, er ist direkt dort. Gefallen tut es ihm auch und er hofft dort bleiben zu können. Nehm dies alles bitte nicht persönlich! Du heißt ja nicht EF. Aber bei meiner Meinung über/Ablehung gegen EF ändert sich nichts mehr. Viel zu viel danebengegangen. Ich hatte immer gedacht, dass bei mir schon Vieles falsch lief, aber nach EF und was meinem Bruder mit ihnen passiert ist, komme ich mir noch richtig glücklich vor. Eine Diskussion über meinen Beitrag wäre also fehl am Platz, da sie zu nichts führen würde. Dennoch: Vielen Dank nochmal.


WIEBKE
hallo,
ich möchte nochmal auf das zurückkommen, was du sagst.
Zitat:
Autsch. Vielleicht sollte man gewisse Vorschriften mal überdenken! Äußerst bürokratisch! Vermutlich hast du keinen Einfluss darauf, aber "Hallo?", wir leben im 21. Jh., wo es nun wirklich eine Ausnahmereglung für Fälle wie diesen geben MUSS!Was wäre wohl passiert, wenn der Gastvater just an diesem Morgen mal beschlossen hätte, seine E-Mails nicht abzurufen??? So selbstständig eine Person auch sein mag, woher soll sie wissen, dass die Familie nicht Bescheid weiß?
Bislang hat das meines Wissens immer super funktioniert. Denn: Ich sagte in meinem letzten Posting, dass es auf dem Vorbereitungsseminar besprochen wurde, dass man aus diesem Grund bei seiner Gastfamilie anruft (was man vor Abflug ohnehin schon getan haben sollte) und sie davon informiert, dass beim Flug etwas schief gelaufen ist. Und das halt persönlich - und nicht per Email. Weil Email eben immer ein großes Potential hat, schiefzugehen.
Zitat:
?! Ob dort nun die Adresse der Gastfamilie steht, oder die der Organisation ist doch vollkommen egal! Die Begründung, dass man "lieber" dich richtige Adresse da stehen hat, ist meiner Meinung nach sehr dürftig! Folglich kann man den ganzen Kram auch schon vorher versenden!
Jein. Zum einen verschickt EF, wie ich bereits gesagt habe, die Visumsunterlagen immer erst Ende Mai. 2-3 Monate früher passiert das nie. Und da ist dein Bruder dann eben kein Einzelfall, sondern Standard. Über solche Sachen klären aber auch die Infomeetings auf. Wenn ihr andere Kriterien an eine Organisation habt - dann hättet ihr eine andere Orga wählen müssen.
Zum anderen ist es so, dass die US-Adresse, die man in den Visumsunterlagen als Wohnort angibt, meines Wissens laut US-Gesetz geändert werden muss, wenn man umzieht. Das ist dann mit jeder Menge Bürokratie und Aufwand verbunden. Oder man erspart es sich und kriegt eine Menge Ärger, wenn mal jemand draufguckt. Z.B. wenn man einen Führerschein beantragt. (Meine beste Freundin hatte da in den USA Theater mit.)
Zitat:
mein Bruder ist von einer Welcome-Family zur nächsten verfrachtet worden...sowas gehört sich nicht!
Da geb ich dir vollkommen recht. Wenn dem so sein sollte, hat da jemand Mist gebaut - oder "nur" die falschen Daten auf das Blatt eingegeben.
Ich frage mich aber, ob beides Willkommensfamilien waren, oder das eine eine Welcome-Family und das andere eine Arrival-Family?
Zitat:
Der Haken ist einfach, egal welcher Flughafen es gewesen wäre, es ist eine recht weite Strecke.
Also ist dein Bruder von einem anderen Flughafen als dem geplanten abgeflogen, oder wie habe ich das zu verstehen? Oder meinst du mit weiter Strecke den Flug in die USA? Kannst du das genauer erklären?
Zitat:
Eine Diskussion über meinen Beitrag wäre also fehl am Platz, da sie zu nichts führen würde.
Da hast du vielleicht recht - außer, dass man dann hier lesen kann, was genau schiefgelaufen ist. Und die Fehler (in Zukunft) beheben kann. Meinst du nicht auch? [Mal abgesehen davon, dass dies ja eine "Diskussion um EF" ist ]

Viele Grüße!


ICH
Dass fast alles in den Info-Meetings besprochen wurde ist widerum bloß Theorie.

In der Praxis ist selbst ein Telefongespräch nicht einfach. Hier spricht wieder meine Erfahrung, da mein erstes Telefongespräch mit meinen Eltern aufgrund der Verbindung und diverser anderer Missverständnisse in einem einzigen Fiasko endete bzw. es gar nicht erst dazu kam. Es wäre also eine extra Absicherung, wenn die Kommunikation zwischen den Organisationen sich verbessern + vereinfachen würde und sie (Orga) die Gastfamilie (ebenfalls) informieren würden.

Es handelt sich bei beiden um Welcome-Families.

Mit der Strecke zum Flughafen meine ich die von uns Zuhause zum Flughafen und zurück.

"Das ist dann mit jeder Menge Bürokratie und Aufwand verbunden."
Meine Organisation hat das nicht abgeschreckt. Außerdem sollte bei der Kohle, die EF kassiert (und das tun sie auf jeden Fall, egal, was jetzt dagegen gesagt wird; Profit ist Profit), auch ein gewisser Aufwand zu rechtfertigen sein.

Wahrlich, es handelt sich um eine Diskussion^^


KATRIN VAGT (EF)
@Jennifer: Entschuldige, dass ich deinen Beitrag heute erst lese. Da ich täglich solche Dinge kommuniziere (Flugverspätungen, Änderungen etc.) trifft mich Deine Kritik natürlich besonders. Du bist zwar anonym aber ich hoffe, ich kann trotzdem herausfinden, wass passiert ist und melde mich bis Freitag wieder.

@Wiebke: Danke für deine ausführlichen Erklärungen und Kommentare: "I appreciate it", wie man in den USA so schön sagt.

Bis dahin!
__________________
Katrin Vagt
EF Büro Dresden


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HIERNACH WAR ICH NATÜRLICH NICHT MEHR ANONYM......KEIN WEITERER KOMMENTAR!
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KATRIN VAGT
Hallo Jennifer,
ich habe überprüft, was bei dem Flug Deines Bruders passiert ist. Grundsätzlich ist Deine oder Eure Verärgerung verständlich, gegen die Aussage, wir seien "Idioten" möchte ich mich aber doch verwehren. Das ist Dir im Ärger sicher spontan so herausgerutzscht.

Die PNR, also die bestätigte Reservierung des Fluges Deines Bruders im Reservierungssystem der Fluggesellschaft hatte einen Fehler. Sie war namentlich 2 mal auf den anderen mitfliegenden Schüler ausgestellt worden. Wie dies möglich ist, konnte ich leider nicht mehr herausfinden. Die anwesende Mitarbeiterin am Flughafen hat sich nach Kräften bemüht, den Fehler mit der Fluggesellschaft zu klären, schließlich waren 2 Flüge gebucht und bezahlt. Leider war dies nicht mehr möglich und der Kollegin am Flughafen für den Moment auch die Hände gebunden. Es kann nicht die Rede davon sein, dass diese Situation unsereseits durch ein "Pech gehabt" quitiert wurde. Die Erregung Deines Bruders und Deiner Mutter war absolut berechtigt aber nach Rücksprache mit der Programmleitung und der Mitarbeiterin am Flughafen kann ich bestätigen, dass diese lapidare Haltung durch uns keinesfalls zum Ausdruck gebracht wurde. Vielmehr haben wir genauso wie deine Mutter Interesse an einer schnellen Lösung gehabt und einen Ersatzflug buchen können mit dem dein Bruder umgehend abreisen konnte.
Selbstverständlich haben wir die Kollegen in den USA von dieser Änderung in Kenntnis gesetzt und diese wiederum haben die Gastfamilie informiert. Das dies nicht der Fall sein sollte, kann nur ein Mißverständnis sein, denn die Gesprächsnotiz ist vermerkt.
Bitte verstehe mich nicht falsch, der Fehler war extrem ärgerlich für Euch und hätte nicht passieren dürfen und wir möchten uns ausdrücklich dafür entschuldigen.
Hilft Dir dies etwas weiter? Das Austauschjahr Deines Bruders hat erst begonnen, vielleicht wirst Du Deine Meinung über EF auch noch ändern? Sag bitte Bescheid, wenn Du weiteren Klärungsbedarf hast. Danke.
__________________
Katrin Vagt
EF Büro Dresden


ICH
Entschuldigung, aber ich weiß doch genau, ob die Gastfamilie nun informiert wurde oder nicht?!

Was die Flugreservierung angeht, ist uns am Flughafen etwas anderes gesagt worden. Wer auch immer nun daran Schuld hatte, spielt nur bedingt eine Rolle und ich würde es nun gerne dabei belassen.

"Vielmehr haben wir genauso wie deine Mutter Interesse an einer schnellen Lösung gehabt und einen Ersatzflug buchen können mit dem dein Bruder umgehend abreisen konnte."
Moment mal! Die "schnelle Lösung" war, dass mein Bruder sich wieder auf den Weg nach Hause macht. Es war bekannt, dass EF (zumindest wurde es so meiner Mutter am Flughafen während des ersten Telefongespräches mit EF mitgeteilt) diesen teureren Flug umgehen wollte. Die Konsequenzen, die meine Mutter EF androhte, führten letztendlich dazu, dass irgendeine "Not-Reserve" zur Bezahlung des Fluges benutzt wurde. Falls das nun wieder nicht so stimmen sollte, weiß ich langsam wirklich nicht mehr, was ich von EF halten soll bezüglich unterschiedlicher/widersprüchlicher Aussagen.


KATRIN VAGT
Hallo Jennifer,
ich hoffe es kommt bei Dir nicht falsch an, nach meiner langen Berufserfahrung kann ich Dir sagen, dass durch die Vielzahl der Menschen die bei einer Situation dabei sind, sehr oft der eine schwarz und der andere weiß sagt und die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Wenn mir meine Kollegen sagen, sie haben mit der Familie gesprochen und Du sagt sie haben nicht gesprochen, erstaunt mich das manchmal nicht. Zum Beipspiel könnte es sein, man hat zwar gesprochen aber es ging um einen anderen Inhalt. Grundsätzlich muss dir aber auch klar sein, dass wir uns nur selber Probleme bereiten, wenn wir Deinen Bruder da so stehen lassen würden und deshalb ist jeder bemüht, dies zu vermeiden. Trotzdem hast Du ja bei der Flugbuchung gesehen, passieren eben auch Fehler.

Mit der Notreserve weiss ich nicht genau was Du meinen könntest. Leztendlich haben wir den Flug 2 mal bezahlt und logisch: ein neuer Flug am Abreisetag ist extrem teuer aber das ist bei einem Pauschalpreis für das Programm unser Risiko.

Zu den Konsequenzen, die Deine Mutter angedroht hat, ist meine Meinung: es funktioniert im Schüleraustausch nichts durch Druck oder Drohungen, weil überall persönliches Enagagement im Spiel ist, was man nun mal nicht erzwingen kann. Sicher hat Deine Mutter sehr deutlich gemacht, dass sie eine Verzögerung der Abreise um einen Tag nicht hinnehmen würde. Die Entscheidung lag dann bei EF und da dein Bruder an dem Tag abreisen konnte, hat sich die Programmleitung im Sinne Deiner Mutter entschieden.

Du hast sicher Recht, wir können es nun dabei belassen. Mir wäre aber wichtig, dass Dein Bruder nicht mit einer solchen Einstellung "EF hat keine Chance mehr bei mir" so wie ich Sie aus Deinen Aussagen entnommen habe, sein Jahr verbingt. Er vergibt sich dadurch die Chance ganz viel zu lernen und zu erfahren und würde sich letzendlich nur selbst im Wege stehen. Alles Gute für ihn...ich nehme an er liest das?
__________________
Katrin Vagt
EF Büro Dresden


ICH
Liest er das? Er lacht sich über diverse Antworten kaputt!

In wie weit seine Einstellung gegenüber EF jetzt noch etwas zu bedeuten hat, verstehe ich wirklich nicht. Er ist da und man kann nur hoffen, dass die Familie ihn behält. Ob mein Bruder nun sauer oder stinkesauer auf EF ist, hält ihn mit Sicherheit nicht davon ab positive Erfahrungen mit den USA, der Gastfamilie und seinen Freunden zu sammeln. EF beeinflusst ihn in seinem alltäglichen Leben ja wohl gar nicht?! Wäre ja noch schöner!




Quelle: http://schueleraustausch.de


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